Der Brenner wird mit Rechtsdrehung auf ‚CLOSE’ gestellt. Es ist sinnvoll, sich zu merken, wo die Position ‚CLOSE’ analog der Uhr genau steht, dann hat man einen Anhalt für den späteren Einbau. Ebenso sollte man die Position des Reglers vermerken, bei der die Nadel ganz herausgefahren ist.

Die Düse wird mit dem Düsenschlüssel herausgedreht, danach wird die Regelstange vorsichtig eine halbe Umdrehung nach links gedreht und der Regler so geöffnet. Dabei kommt die Düsennadel langsam nach oben gefahren. Sie wird mit einer Pinzette, einer dünnen Kerze (es geht auch ein Streichholz) vorsichtig „aufgespießt“ und herausgenommen.

Dann wird die Stopfbuchse gelöst und die Regelachse ausgebaut. Nach dem Entfernen der Mutter mit einem 10-er Maulschlüssel vorsichtig an der Achse ziehen, die Graphitpackung dürfte verpresst sein und sich nur widerwillig herausziehen lassen. Die Regelachse sollte frei von Beschädigungen an den Zähnen sein und eine scharfe Spitze haben.

Düse, Nadel und Achse auf Verschleiß bzw. Zahnverlust prüfen. Man kann den Düsendurchmesser nicht ohne weiteres bestimmen, zumeist wird man eine neue Düse einsetzen. Obwohl praktisch alle Teile zwischen den Herstellern austauschbar sind darf immer nur Düse, Nadel und Regelachse eines Herstellers gemeinsam verbaut werden. Unterschiede verschiedener Hersteller gibt machen sie sich hier bemerkbar. An der Zahnung unten im Bild kannmal die unterschiedlichen Modelle sehen.


Düsennadeln

Bild: Düsennadeln, links Geniol, rechts Optimus
Foto LvM


Zum Zusammenbau müssen Düsennadel und Achse zusammen passen, d.h. von einem Hersteller sein. Eine Kombination wird nicht funktionieren. Zuerst wird die Regelstange mit neuer Graphitpackung und dem zylinderförmigen Pressring eingebaut, die Mutter wird nur lose angezogen. Der Regler wird auf ‚CLOSE’ gestellt. Dann wird die Düsennadel wiederum auf einen Schaschlickspieß, eine kleine Kerze oder ein Streichholz gespießt und von oben vorsichtig in die Düsenöffnung eingeführt, natürlich so, dass die „Zahnseite“ der Düsennadel zu den Zähnen der Regelachse zeigt. Nun wird der Regler vorsichtig geöffnet, dabei wird die Düsennadel leicht hochspringen, was an dem Streichholz, oder woran immer man sie befestigt hat, gut sichtbar ist.

Optimus, deren Achse ist vorn mit Vierkant bzw. Geniol u.a. deren Achse ist vorn rund, die Zahnungen sind ebenfalls unterschiedlich. Entsprechend unterscheiden sich die Düsennadeln wie im Bild dargestellt. Bei fast allen Brennern muss die Nadel vier mal „springen“ (nur bei wenigen drei mal), abhängig von dem jeweiligen Hersteller. Als Mass reicht eine halbe Umdrehung der Spindel, um die Nadel einzuziehen.


Danach wird der Regler vorsichtig geschlossen und zieht dabei die Düsennadel in ihre korrekte Position. Dann wird die Düse eingeschraubt. Die Nadel sitzt korrekt, wenn der Regler sich mit dem gleichen Weg wie vorher öffnen lässt, üblicherweise sind dies etwa 135°. Merkt man, dass dies nicht passt muss die Operation sofort wiederholt. Später wird’s nur fummeliger und vor allem funktioniert der Brenner nicht: ist die Nadel zu weit „drin“, verhindert sie, dass der Regler schließt, ist sie zu weit „draußen“, öffnet der Regler nicht richtig, die Nadel sitzt beim Brennen in der Düse und ist schnell hin. Keine Kompromisse machen, nach einem weiteren Versuch sitzt sie richtig. Beim ersten Start auf die Regelachse achten, brennt dort Petroleum mit einem kleinen Flämmchen wird die Mutter der Stopfbuchse so nachgezogen, dass die Flamme erlischt.