Grundsätzlich wird die eigene Reparatur der Vorwärmung nicht empfohlen. An den Einrichtungen sind keine Justierungen möglich, das notwendige Gemisch stellt sich bei korrekter Montage von selbst ein. Wenn aber das austretende Gas nicht zündfähig ist, stimmt seine Mischung nicht und die Vorwärmung muss repariert werden.

An dieser Stelle muss gewarnt werden, diese Arbeiten wirklich nur bei gutem Verständnis der Anlage in Angriff zu nehmen. Zu leicht kommt es bei unsachgemäßer Arbeit zu nicht zu reparierenden Schäden.

Bevor man den Kocher zerlegt sollte man prüfen, ob die Leitungen der Vorwärmung selbst unter Druck dicht sind. Leckagen können sowohl an den Leitungen selbst als auch an den Verschraubungen auftreten. Treten nur kleine Undichtigkeiten gerade an der Düse auf, wird durch den Unterdruck in der Verdampferdüse das Gas/Luftverhältnis stark verschoben und zündet nicht mehr.

Rapidvorwärmung



Treten keine Undichtigkeiten auf dürfte man zumindest intakte Teile haben, bei Leckagen kann man den Zustand erst nach dem Zerlegen feststellen.

Die Vorwärmungen sollte man als Ganzes vermeiden auszubauen. In vielen Fällen reicht es, die Düsen zu entfernen.

Das Flammrohr auf der Düse ist verschraubt und ohne Kraftaufwand abzubauen ist unbedingt notwendig, bisweilen hilft der Einsatz von Zeit und eines Rostlösesprays, weil es gern verbackt.

Hier nur die grundsätzlichen Schritte:

Gebraucht werden 14-er Maulschlüssel flach in Blech und 11-Maulschlüssel, sowie 2 mm Inbusschlüssel.

Ebenso werden die O-Ringe im Ersatz benötigt, die Flammrohre gehören ebenfalls ausgetauscht. Stehen diese nicht zur Verfügung sollte man die die kompletten Vorwärmungen ausbauen und durch Konusschrauben ersetzen.

Die Düsen von den Zuleitungen demontieren durch Lösen der 11-er Überwurfmutter.
Dann die 14-er Mutter lösen, die die Düse im Gehäuse hält. Hinweis: im rechten Brenner hat diese Mutter Linksgewinde (siehe Markierung auf der Mutter) , im linken Brenner Rechtsgewinde.

Den Einstellhebel an seinem Joch durch Herausdrehen der Inbusschraube lösen und abnehmen.

Dann die Düse vom Träger abschrauben und nehmen. Das ist schwergängig, weil sie auf dem Innenren O-Ring klemmt. Düse auf Durchgang nach Sicht prüfen. Die Bohrung der Düse selbst sollte durchgeblasen, aber nicht mechanisch bearbeitet werden, da sie aufgrund ihrer geringen Bohrung leicht beschädigt wird.

Den Ausbau der Rohre sollte man, wenn möglich, vermeiden. Hier ein paar Hinweise. Die Verschraubungen haben auf dem Tank konische Abdichtungen ohne einen Dichtring o.ä. Wie auf der Zeichnung ersichtlich befindet sich an der Tankseite eine kleine Verdickung, in der ein Sieb angeordnet ist. Die Verrohrung geht nur mühsam aus dem Tank, mit ein wenig Gefühl läßt es sich aber herausziehen. Die beiden Rohre sind spiegelbildlich ausgeführt, damit die Funktionen gleich laufen (nach oben öffnen, nach unten schließen), was auch den Einbau gegenläufig zueinander geschnittene Gewinde bedingt.

Die Verbindungsrohre vom Tank zu der Vorwärmung haben jeweils ein längeres Innenrohr. Dieses Rohr wurde mit einer Biegemaschine bearbeitet, gebrauchte und falsch demontierte Rohre weisen mitunter Haarrisse an den Biegestellen auf. Diese werden ohne Abdrücken erst beim Kocher unter Druck sichtbar werden, dann tritt dort Petroleum aus und natürlich hält der Kocher den Druck nicht. Man sollte sich also eine Möglichkeit schaffen, diese im ausgebauten Zustand abzudrücken und auf Dichtigkeit zu prüfen. Haarrisse erkennt man mit einer starken Lupe, die Haarrisse sind nur schwer bzw. gar nicht zu löten. Daher ist beim Ausbau Vorsicht angebracht.

Hat man die Rohre ausbaut, werden sie mit Druckluft ausgeblasen. Verkalkungen in den Sieben werden mit Essig- oder Zitronensäure entfernt. Weiter neigen die Verschraubungen zu Leckagen, weshalb sie oft mit hitzebeständigem Dichtungsmittel wie Curil o. ä. abgedichtet wurden. Dieses sollte mit Wärme entfernt werden.

Sind die Düsen und Leitungen sauber, kann die Vorwärmung wieder zusammen gesetzt werden. Es ist drauf zu achten, dass die Vorwärmung so zusammen gebaut wird, dass sie im richtigen Winkelgeöffnet und geschlossen ist.

Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, das Joch mit dem Einstellhebel kann am Schluß mit dem Inbusschlüssel eingestellt werden. Ende mit dem
Da die Tankrohre vorher dicht waren, sind sie es jetzt auch, es sei denn, man hat sie beschädigt.

Wie schon vorab bei anderen Arbeiten wird diese Arbeit verlässlich m. W. nur noch bei der Firma Weimeister in Hamburg durchgeführt. Weimeister hat auch die notwendigen Verschleißteile, so sie überhaupt erhältlich sind. Bei irgendwelchen Zweifeln sollte man dort nachfragen.