Grundsätzlich wird die eigene Reparatur der Vorwärmung nicht empfohlen. An den Einrichtungen sind keine Justierungen möglich, das notwendige Gemisch stellt sich bei korrekter Funktion ein. Wenn aber das austretende Gas nicht zündfähig ist, stimmt seine Mischung nicht und die Vorwärmung muss repariert werden.

Bevor man den Kocher zerlegt sollte man prüfen, ob die Leitungen der Vorwärmung unter Druck dicht sind. Leckagen können sowohl an den Leitungen selbst als auch an den Verschraubungen auftreten. Treten nur kleine Undichtigkeiten gerade an der Düse auf, wird durch den Unterdruck in der Verdampferdüse das Gas/Luftverhältnis stark verschoben und zündet nicht mehr.

Rapidvorwärmung



Treten keine Undichtigkeiten auf dürfte man zumindest intakte Teile haben, bei Leckagen kann man den Zustand erst nach dem Zerlegen feststellen.

Die Vorwärmungen werden vorsichtig ausgebaut. Das Flammrohr auf der Düse ist verschraubt und ohne Kraftaufwand abzubauen ist unbedingt notwendig, bisweilen hilft der Einsatz von Zeit und eines Rostlösesprays, weil es gern verbackt. Die Verschraubungen haben auf beiden Seiten konische Abdichtungen ohne einen Dichtring o.ä. Wie auf der Zeichnung ersichtlich befindet sich an der Tankseite eine kleine Verdickung, in der ein Sieb angeordnet ist. Das geht nur mühsam aus dem Tank, mit ein wenig Gefühl läßt es sich aber herausziehen. Die beiden Rohre sind spiegelbildlich ausgeführt, damit die Funktionen gleich laufen (nach oben öffnen, nach unten schließen), was auch den Einbau gegenläufig zueinander geschnittene Gewinde bedingt (Beachte: Linksgewinde sind dadurch erkennbar, dass die entsprechenden Muttern eingekerbt sind).

Die Verbindungsrohre vom Tank zu der Vorwärmung haben jeweils ein längeres Innenrohr. Dieses Rohr wurde mit einer Biegemaschine bearbeitet, gebrauchte Rohre weisen mitunter Haarrisse an den Biegestellen auf. Diese werden ohne Abdrücken erst beim Kocher unter Druck sichtbar werden, dann tritt dort Petroleum aus und natürlich hält der Kocher den Druck nicht. Man sollte sich also eine Möglichkeit schaffen, diese im ausgebauten Zustand abzudrücken und auf Dichtigkeit zu prüfen. Haarrisse erkennt man mit einer starken Lupe, die Haarrisse sind nur schwer zu löten.

Hat man die Rohre ausbaut, werden sie mit Druckluft ausgeblasen. Verkalkungen in den Sieben werden mit Essig- oder Zitronensäure entfernt. Weiter neigen die Verschraubungen zu Leckagen, weshalb sie oft mit hitzebeständigem Dichtungsmittel wie Curil o. ä. abgedichtet wurden. Dieses sollte mit Wärme entfernt werden.

Die Düsen werden zerlegt, darin befindet sich je eine kleinerer (innen) und größerer (außen) O-Ring. Gerade der größere, äußere Ring ist belastet, da auf seiner Außenseite der Verschluss „läuft“ und ihn abflacht. Diese Stelle führt besonders gern zu einem ungewollten Lufteintritt und aufgrund des Unterdrucks in der Düse zu mangelnder Zündung. Diese O-Ring sollte dann ersetzt werden (Maße 8,73 x 1,78 mm, Material am besten FPM75, welches besser hitze- und ölbeständig ist). Die Bohrung der Düse selbst sollte durchgeblasen aber nicht mechanisch bearbeitet werden, da sie aufgrund ihrer geringen Bohrung leicht beschädigt wird.

Sind die Düsen und Leitungen sauber, kann die Vorwärmung wieder zusammen gesetzt werden. Es ist drauf zu achten, dass die Vorwärmung so zusammen gebaut wird, dass sie im richtigen Winkelgeöffnet und geschlossen ist. Leckt Petroleum aus den Verschraubungen oben an den Rohren heraus, kann man versuchen, sie mit Curil abzudichten.

Da die Tankrohre vorher dicht waren, sind sie es jetzt auch, es sei denn, man hat sie beschädigt. Wie schon vorab bei anderen Arbeiten wird diese Arbeit verlässlich m. W. nur noch bei der Firma Weimeister in Hamburg durchgeführt.